Dundagas novads

Die „Grüne Jungfer“ des Schlosses Dundaga

Die Grüne Jungfer?

Die Sage über die „Grüne Jungfer“ verknüpft sich mit der Zeit, als das Schloss dem Geschlecht von Maydell gehörte . Der Baron Otto Ernst von Maydell und seine Frau Sybilla hatten keine Nachkommen, Erben des Schlosses und des Gebietes. Darüber waren beide sehr traurig. Bei einer Jagd verirrte sich der Baron bei einbrechender Dunkelheit in den Blauen Bergen.

Damals bewohnte der König der Elfen die Davidshöhle bei Schlieterhof. Als der Baron durch den Wald irrte, ist er den Elfen begegnet, die ihm den Weg nach Dundaga zeigten. Dafür sollte ihnen der Baron eine Gunst erweisen. In der Sylvesternacht wollte der Elfenkönig die Hochzeit mit der Elfenkönigin feuern. Es dürfe aber kein menschliches Wesen die Feier beobachten oder belauschen. Der Baron ging auf die Forderung ei n und schwor den Elfen einen heiligen Eid. Zur Belohnung verhießen sie dem Baron Glück auf einen Sohn und einen ungeheueren Schatz. Am Vorabend der Sylvesternacht verbot er allen seinen Hausleuten bei Todesstrafe, sich in der Sylvesternacht dem Rittersaale zu nähern.

Im Schloss lebte aber eine entfernte Verwandte des Barons. Sie trug immer grüne Kleider. Deshalb nannte man sie die „Grüne Jungfer“. Sie hatte sich in den Sohn des Schlossgärtners verliebt. Es war ihr aber nicht erlaubt ihn zu heiraten. So trafen sie sich heimlich. Am Abend der Hochzeit des Elfenkönigs hatte sie wieder ein Stelldichein mit ihrem Geliebten im Schlosspark. Als sie aus dem Schlosspark zurück kam, bemerkte sie Licht in den Fenstern des Rittersaales. Ihre Neugier zwang sie zu erfahren, was da vorging und ob es mit dem Verbot des. Schlossherrn zutun hatte. Sie schlich zur Tür des Rittersaales und schaute durch das Schlüsselloch. Da sah sie, wie kleine Diener des Elfenkönigs eifrig die

Vorbereitungen für das Hochzeitsmahl trafen. Sie deckten einen kleinen Tisch mit kostbarem Geschirr aus Kristall und funkelnden Edelsteinen. Tausende von kleinen Lämpchen wurden entzündet, um den düstern Saal taghell erstrahlen zu lassen. Die Beobachterin hielt vor Bewunderung und Staunen den Atem an.

Als dann der Brautzug nahte und sie die Braut am Arm des Elfenkönigs sah., die so schön war, so schön, dass menschliche Worte es nicht auszudrücken vermögen, da konnte die sich die „Grüne Jungfer“ sich nicht enthalten, ein leises „Ach“ auszustossen und in die Hände zu klatschen. Im gleichen Augenblick hörte man einen fürchterlichen Knall und alles wurde dunkel und still.

Die Herbeieilenden fanden die „Grüne Jungfer“ bewusstlos auf der Diele vor der Tür des Rittersaales. Am anderen Morgen ging der Baron zu dem Elfenkönig um nach der Belohnung zu fragen. Aber der Gnom sagte:

„Du hast deinen Schwur gebrochen. Einer deiner Hausleute hat unsere Hochzeit belauscht und du musst ihn hinrichten. Zur Strafe wird mit dir das Geschlecht der von Maydell erlöschen.“

So wurde die „Grüne Jungfer“ lebendig in die Wand des Schlossturms eingemauert.

Da sie aber sehr neugierig ist, spukt sie noch heute von Zeit zu Zeit in den Vollmondnächten im Schloss herum.

Unser Dank an Frau Christa Lütjen aus Bremen für die Hilfe beim Übersetzen.

Saruna

Tava piebilde. var lietot wiki sintaksi:
 
turisms/de/gruene_jungfer.txt · Labota: 2010/06/15 16:11 (ārpussistēmas labojums)
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