::„Dund-dang …” läuteten die Turmglocken des alten Schlosses, und der Hirtenjunge hat es erraten: „Dundaga!“ So deutet eine Sage die Entstehung des Namens Dundaga. Nach anderen Quellen hat das Rigaer Domkapitel das Schloss Dundaga – das größte und älteste in Nordkurland – im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts für wirtschaftliche Bedürfnisse gebaut. Besser würde ein Augenzeuge der alten Geschehnisse z.B. die Grüne Jungfer davon erzählen – eine allzu neugierige Dame, die aus Sicherheitsgründen in die Wand eingemauert wurde. Im Laufe von Jahrhunderten haben die Mauern die Jungfer gedrückt, und darum spukt sie von Zeit zu Zeit. Wenn Sie eine in Grün gekleidete Dame sehen …, ist sie das vielleicht, aber vielleicht auch die Fremdenführer des Schlosses. Und die Grüne Dame könnte uns doch so viel erzählen!
Das in mehr als 2 Jahrzehnten erbaute Schloss hat Kriege, Besitzerwechsel und mehrfache Umbauten erlebt. 1872 und 1905 ist es niedergebrannt, aber beide Male wurde das Schloss erneuert und erweitert. Das heutige Aussehen hat das Gebäude vor dem Ersten Weltkrieg bekommen. Im ersten Stockwerk hat sich die Innenausstattung dieser Zeitperiode teilweise erhalten. Jetzt befinden sich im Schloss, das ein Zentrum der Kultur, der Erholung und des Tourismus der Gemeinde Dundaga ist, die örtliche Kunst- und Musikschule und das Fremdenverkehrszentrum Dundaga.
::Die Kirche wurde 1766 als ein Rokokoensamble mit 550 Sitzplätzen gebaut und ihr Patron ist der Baron von Dundaga Carl von der Osten-Sacken. Die klangvolle Orgel hat 1859 ein einfacher lettischer Bauer namens Ansis Dinsberģis gebaut. Das von Janis Rozentāls 1912 gemalte Altarbild Ostermorgen passt sehr gut in dem Altar, der in der zweiten Hälfte des 18.Jh.gebaut wurde.
Öffnungszeiten: Juni — August 12:00-16:00; außerhalb dieser Zeit den Besuch vorher anmelden. T.+371-29444395, 29489101.
::Eine hölzerne Kirche wurde in Mazirbe 1766 gebaut. Die neue Kirche von Irbe wurde an der Stelle der alten gebaut und 1868 eingeweiht. Im Laufe der Zeit hat die Kirche mehrmals gelitten. 1993 wurde das Altarbild Christus und Petrus auf dem Meer eingeweiht, das die Künstlerin Gunta Liepiņa-Grīva an der Stelle des verschwundenen Bildes gemalt hat.
::Es ist ratsam, am Krokodil-Denkmal zu fotografieren. Das „Krokodil“ ist ein Gedenkzeichen der Geschichte Kurlands, ein Gedenkzeichen der starken Männer und insbesondere Arvīds Blūmentāls. Er stammt aus Dundaga und ist in der westlichen Welt als Krokodil-Jäger (Crocodile Harry) bekannt.
::Dieser Feldsteinhaufen ist 9 m hoch und sein Unterbau hat einen Umfang von 38 m. Die Idee dieses Steinhaufens gehört dem Dichter Imants Ziedonis, aber der Bildhauer des Haufens ist Vilnis Titāns. In den Steinen sind die Namen der Häuser von Valpene eingeschmiedet und dieser Haufen ist zur Ehre des Volksliedsammlers Krišjānis Barons gebildet, der in dieser Gegend seine Schuljahre verbracht hat.
::Das Gebäude der Schule von Kubali ist im Jahr 1842 gebaut und es ist die älteste bis heute erhalten gebliebene Blockhausschule in Kurland. Im Jahr 1972 wurde hier ein Museum geöffnet, das dem Lehrer, Schriftsteller und Übersetzer Ernests Dinsbergs gewidmet ist. Hier hat der Sammler von Volksliedern Krišjānis Barons gelernt.
Phone Nr.: 63254335, e-mail: kubalmuz@dundaga.lv, www.dundaga.lv/ksm
Saruna